Kein Appetit bei Liebeskummer?

Dein Körper hat keinen Hunger mehr, weil…

Ich glaube, einer der komischsten Momente nach einer Trennung ist der, wenn du plötzlich merkst, dass selbst Essen sich irgendwie falsch anfühlt.

Du stehst vor dem Kühlschrank, obwohl du eigentlich weißt, dass du etwas essen solltest, hast du einfach keinen Hunger. Dein Körper sagt deutlich nein und selbst deine Lieblingsmahlzeiten verlieren plötzlich ihren Zauber.

Pizza? Egal.
Pasta? Meh.
Süßigkeiten? Nicht mal darauf hast du Lust und genau dann denken viele:
„Was stimmt eigentlich nicht mit mir?“

Aber weißt du was? Mit dir stimmt gerade wahrscheinlich mehr, als du denkst.

Denn Liebeskummer ist nicht einfach nur traurig sein. Es ist nicht einfach nur „jemanden vermissen“. Dein Körper erlebt gerade echten emotionalen Stress und das ist etwas, das unglaublich viele unterschätzen.

Wenn dein Herz bricht, reagiert nämlich nicht nur dein Kopf darauf, sondern dein komplettes Nervensystem.

Dein Körper schüttet Stresshormone aus. Dein Inneres steht plötzlich unter Spannung. Du schläfst schlechter, deine Gedanken hören nicht mehr auf und dein Körper versucht irgendwie mit diesem emotionalen Chaos klarzukommen und genau deshalb verschwindet bei vielen Menschen plötzlich der Appetit.

Dein Körper befindet sich innerlich in einer Art Alarmzustand.

Nicht bewusst.
Nicht dramatisch.
Sondern biologisch.

Der Körper denkt in solchen Momenten nicht:
„Lass uns gemütlich essen.“

Er denkt eher:
„Wir müssen irgendwie emotional überleben.“

Und genau deshalb fühlen sich selbst kleine Dinge plötzlich anstrengend an. Manche Menschen bekommen Übelkeit. Andere können nur ein paar Bissen essen. Wieder andere verlieren mehrere Kilo nach einer Trennung, obwohl sie das eigentlich gar nicht wollen.

Und ehrlich?
Ich finde, genau darüber wird viel zu wenig gesprochen.

Weil Liebeskummer oft so dargestellt wird wie ein trauriger Filmabend mit Eiscreme und ein paar Tränen. Doch in Wirklichkeit fühlt es sich manchmal eher an, als würde dein Körper langsam den Stecker ziehen.

Man ist erschöpft, leer und überfordert und manchmal fehlt sogar die Kraft, sich etwas zu kochen.

Deshalb ist es auch okay, wenn dein Körper gerade nicht nach schweren Gerichten schreit.

Viele Menschen merken in solchen Phasen plötzlich, dass sie eher leichte Dinge essen können. Frische Sachen. Kleine Portionen. Essen, das nicht belastet. Sei es Obst, Reis, eine warme Suppe oder ein leichter Sommersalat.

Nicht weil du „gesund sein musst“.
Sondern weil dein Körper gerade nach Ruhe sucht.

Und genau deshalb habe ich angefangen, leichte Wohlfühl-Rezepte für solche Tage zu sammeln. Nicht diese typischen komplizierten Fitness-Rezepte, sondern einfache Gerichte, die sich leicht anfühlen und deinem Körper trotzdem wieder ein kleines bisschen Kraft geben können.

Daraus ist später sogar mein kleines Rezept-eBook entstanden:

„Wenn dein Herz keinen Hunger hat“

Ein liebevoller Begleiter für schwere Tage mit leichten Rezepten, frischen Sommergerichten, kleinen Comfort-Meals und Essen, das dein Nervensystem nicht zusätzlich überfordert.

Für Menschen, die gerade vielleicht einfach nur versuchen, irgendwie durch den Tag zu kommen.

Denn manchmal beginnt Heilung nicht mit einem großen Neuanfang.

Sondern mit:

  • einem warmen Teller Suppe
  • einem frischen Sommersalat
  • einer kleinen Bowl
  • oder dem ersten richtigen Bissen seit Tagen

Und vielleicht ist genau das heute genug. Weder perfekt essen noch funktionieren und erst recht nicht alles im Griff zu haben.

Sondern langsam wieder lernen, den eigenen Körper liebevoll zu versorgen, obwohl das Herz gerade schwer ist.

Vielleicht beginnt Heilung manchmal wirklich mit etwas ganz Kleinem.

Mit einem einzigen Bissen und einem Glas Wasser  oder mit dem ersten Moment, in dem du merkst: „Okay… vielleicht kümmere ich mich heute ein kleines bisschen mehr um mich selbst.“

Gib nicht auf Liebes, denn aufgeben ist keine Option. Dafür ist die Welt zu schön und deine Zeit zu wertvoll.

Deine Becci 🌿

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